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Über die AMD

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische Augenerkrankung, bei der es zu einem verzerrten Seheindruck und/oder Verlust der zentralen Sehschärfe kommen kann. Die AMD ist eine fortschreitende und schmerzfreie Erkrankung.

Die altersbedingte Makuladegeneration stellt in den Industrieländern die häufigste Ursache für eine Erblindung dar.1 Die AMD betrifft hauptsächlich Menschen über 50. Im Frühstadium ist die AMD charakterisiert durch Ablagerungen unter der Makula, die als Drusen bezeichnet werden, und durch Pigmentstörungen, wie zum Beispiel helle oder dunkle Flecken in der Makula.2

Die AMD kann mit einer einfachen Augenuntersuchung diagnostiziert werden. Wenn Veränderungen frühzeitig durch regelmäßige Kontrollen beim Optiker oder Augenarzt entdeckt werden, kann die Erkrankung diagnostiziert werden, bevor es zu Komplikationen kommt, welche die Sehfähigkeit bedrohen.3,4

Wodurch wird die AMD verursacht?

Die AMD ist eine komplexe Erkrankung, die das Ergebnis einer Reihe von Faktoren wie dem Alterungsprozess, Umweltfaktoren und Erbanlagen ist. 

Die Netzhaut wird im gesunden Auge von einer darunterliegenden Zellschicht gestützt, die als das retinale Pigmentepithel (RPE) bezeichnet wird. Das RPE versorgt die Netzhaut mit Nährstoffen und entsorgt Abfallstoffe von der Netzhaut. Unmittelbar unter dem RPE liegt die sogenannte Bruch‘sche Membran.

Wenn wir altern, wird diese Membran dicker, wodurch der Antransport von Nährstoffen und der Abtransport von Abfallstoffen durch das RPE eingeschränkt werden. Das führt dazu, dass sich Abfallstoffe als Fettablagerungen (sogenannte „Drusen“) unter dem RPE ansammeln. Je nach Anzahl, Größe und Erscheinungsbild der Drusen wird dieser Zustand als frühe oder intermediäre AMD bezeichnet.

Die Ansammlung von Drusenablagerungen kann mit der Zeit die Gesundheit der RPE beeinträchtigen und letztendlich zur Atrophie und zum Absterben der Zellen im zentralen Bereich der Netzhaut (atrophische, trockene AMD) führen.

Bei einigen Menschen können die Schäden die Produktion eines Eiweißes (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor, VEGF) anregen, welches das Wachstum neuer Blutgefäße unter und manchmal in die Netzhaut unterstützt. Dieses Wachstum wird als „choroidale Neovaskularisierung“ (CNV) oder „feuchte“ AMD bezeichnet. Aus diesen Gefäßen kann plötzlich Flüssigkeit oder Blut austreten, wodurch die Form der Netzhaut verändert und Narbengewebe gebildet wird. Dies kann zu einem schnellen, beträchtlichen und möglicherweise dauerhaften Sehverlust führen.

Die AMD betrifft 1 von 7 Australiern über 50 und die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Die ersten Anzeichen einer AMD können ab dem 50. Lebensjahr bei Augenuntersuchungen festgestellt werden, auch wenn offensichtliche Symptome und ein Sehverlust vor dem 65. Lebensjahr ungewöhnlich sind. Dies unterstreicht, wie wichtig regelmäßige Augenuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr sind. Wenn Sie auf Beschwerden warten, können die Schäden bereits aufgetreten sein. Eine AMD kann auch erblich bedingt auftreten: Wer Familienangehörige ersten Grades mit AMD hat, weist ein Erkrankungsrisiko von 50% auf.

Zu den weiteren Risikofaktoren der AMD zählen:

Rauchen

Studien zeigen, dass Rauchen das Risiko für eine AMD mehr als verdoppelt.

Ernährung und Lebensstil

Eine gesunde, ausgeglichene Ernährung kann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer AMD verringern. Es wird empfohlen, die Aufnahme von Fetten zu begrenzen, zwei- bis dreimal pro Woche Fisch zu essen, täglich dunkelgrünes Blattgemüse und frisches Obst sowie eine Handvoll Nüsse pro Woche zu sich zu nehmen. Es wurde außerdem nachgewiesen, dass die Aufnahme von Kohlenhydraten mit niedrigem glykämischen Index (GI) gegenüber Kohlenhydraten mit hohem GI das Risiko verringert. Auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann bei einigen Menschen nach Absprache mit dem Optiker oder Augenarzt vorteilhaft sein.

Was ist die Netzhaut?

Die Netzhaut ist das lichtempfindliche Nervengewebe im hinteren Bereich des Auges, das Lichtbilder aus der Umgebung in elektrische Impulse umwandelt, die verarbeitet und entlang des Sehnervs zum Gehirn weitergeleitet werden.

Was ist die Makula?

Die Makula ist ein kleiner aber vitaler Bereich der Netzhaut, der für die zentrale Sehschärfe verantwortlich ist. Bei einer AMD sind die Makula und ihre Funktion beeinträchtigt.

Was ist die Bruch‘sche Membran?

Die Bruch‘sche Membran trennt die Photorezeptorzellen und das RPE von den zahlreichen Blutgefäßen der Aderhaut. Sie hilft, den Austausch von Nährstoffen, Sauerstoff, Flüssigkeiten und Abfallstoffen des Stoffwechsels zwischen der Netzhaut und dem allgemeinen Blutkreislauf zu regulieren.

Was ist das RPE?

Das retinale Pigmentepithel (RPE) fungiert als Grenzschicht zwischen der Aderhaut und der Netzhaut. Es ist für den Erhalt und die Versorgung der Netzhaut verantwortlich und leitet Sauerstoff und Nährstoffe zur Netzhaut und transportiert Abfallstoffe von den darunterliegenden Blutgefäßen ab.

Was sind Drusen?

Drusen sind weiße oder gelbe Fettablagerungen, die sich zwischen dem RPE und der Bruch‘sche Membran befinden und nach dem 60. Lebensjahr häufig auftreten. Große Makuladrusen sind ein Merkmal der AMD.

Was sind retikuläre Pseudodrusen?

Retikuläre Pseudodrusen (RPD) unterscheiden sich von den häufiger auftretenden Formen von Drusen. RPD sind für ein fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung charakteristisch und ein Zeichen für eine Störung der RPE-Zellfunktion.

Wurde eine AMD diagnostiziert, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen unerlässlich.

Welche Auswirkungen hat die AMD auf die Sehfähigkeit?

Im Frühstadium hat die AMD möglicherweise noch wenige oder gar keine Auswirkungen auf Ihre Sehfähigkeit. Mit Fortschreiten der AMD wird die zentrale Sehschärfe beeinträchtigt und verschlechtert sich. Im Spät- oder Endstadium der AMD geht die zentrale Sehschärfe und Fähigkeit zur Wahrnehmung von Einzelheiten dann möglicherweise unwiederbringlich verloren und es entsteht im gesetzlichen Sinne eine Blindheit.

Normale Sehfähigkeit
Normal Vision
Normale Sehfähigkeit
Sehfähigkeit mit AMD
Amd Vision
Sehfähigkeit mit AMD

1. World Health Organisation (WHO), Global Initiative for the Elimination of Avoidable Blindness: action plan 2006-2011. [http://www.who.int/blindness/V... ]

2. Ferris FL et al; Clinical Classification of Age-related Macular Degeneration. Ophthalmology 2013;120:844-851.

3. Wang JJ, Rochtchina E, Lee AJ, et al. Ten-year incidence and progression of age-related maculopathy: the Blue Mountains Eye Study. Ophthalmology 2007;114:92-8.

4. Seddon JM, Sharma S, Adelman RA. Evaluation of the clinical age-related maculopathy staging system. Ophthalmology 2006;113:260-6.

5. A Simplified Severity Scale for Age-Related Macular Degeneration. AREDS Report No. 18.Arch Ophthalmol. 2005;123(11):1570-1574. doi:10.1001/archopht.123.11.1570

6. A Randomized, Placebo-Controlled, Clinical Trial of High-Dose Supplementation With Vitamins C and E, Beta Carotene, and Zinc for Age-Related Macular Degeneration and Vision Loss:  AREDS Report No. 8;  Arch Ophthalmol. 2001;119(10):1417-1436.

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